Aida FOODREISE

Vorwort

Liebe Reisefanatiker, Weltenbummler und alle, die es vielleicht noch werden. Ich sitze auf Deck 10 in einer Lounge am Bug (Spitz) des Schiffes, trinke einen schwarzen Kaffee und blicke in die Weite des Meeres, hin und wieder springen fliegende Fische aus dem Wasser und die Wellen lassen das Meer weiss aufschäumen.
Das Meer zog mich irgendwie immer schon magisch an. Es hat etwas mystisches, diese Tiefe, die unendliche Weite und das Unerforschte machen für mich diesen Ort zu einem, wo ich mich erholen kann. Einfach zu wissen, dass es unter einem 50, 100, 1000, 2000 vielleicht 3000 Meter in die Tiefe geht, zeigt mir wie klein wir Menschen eigentlich sind.

Hättet Ihr mich allerdings vor 5 Jahren gefragt, ob ich jemals eine Kreuzfahrt machen würde, hätte ich Euch mit einem lächelnden “Niemals“ geantwortet! Tausende von Touristen auf einem Boot, das ist wirklich nicht mein Ding. In einem kleinen Segelboot mit luftigen weissen Kleidern in den Sonnenuntergang zu segeln, das wäre ein Traum!
Doch es kommt, wie vieles im Leben, anders als gedacht und ich muss gestehen, dass ich mit meiner Aussage “Niemals eine Kreuzfahrt“ falsch lag. So hiess es im Februar 2014 für 2 Wochen Karibik mit der AIDAluna. Es ist schwer, diesen Urlaub in Worte zu fassen. Es passte einfach alles und vom ersten Tag an wusste die ganze Familie, dass diese Kreuzfahrt nicht die letzte sein wird.
Am 4. Januar 2015 war unsere SWISS Maschine startklar für die zweite Reise auf Hoher See und so nimmt die Geschichte ihren Lauf…

Ich möchte mich bei meinen Mitreisenden Patrick, Nicole, Sarah und Renato bedanken und auch Louise für die Führung und Informationen am Land ein grosses Danke aussprechen.

 

Hier gibt es Ihn zu kaufen: Mr. Bean Teddy

 

 

 

3.1.15 Ready for Take off

Mit gemischten Gefühlen biegt der Ford meines Kollegen in den Flughafen Zürich ein, immerhin steht uns ein Flug über Peking nach Bangkok bevor. Nein nicht die Angst vom Fliegen, es ist der Gedanke an diesen unheimlich kleinen Sitz der meinen 1.90m langen Körper schreien und zittern lässt. Eins können Sie mir aber glauben, für eine Reise wie diese würde ich gefesselt auf der Toilette anreisen. Pünktlich geht es also in die Luft und nach einem angenehm ruhigen Flug landet der Airbus in der Hauptstadt Chinas. Da sich meine Reise nicht über China handelt, bin ich froh über dieses Land nicht weiter zu schreiben. Ich schreibe wirklich nicht gerne schlechtes über Länder die ich nicht genug gut kenne, ich kann nur hoffen das die Menschen ausserhalb der Transferzone glücklicher sind. Endlich nach weiteren 5 Stunden, in einem sehr angenehmen und schönen Airbus mit einem aussergewöhnlich gutem Service der Thai Airways landen wir auf dem Internationalen Flughafen in Bangkok.

 

 


4.1.15 Diese eine Nacht in Bangkok

Eigentlich bin ich ziemlich flexibel, suche und buche Hotels gerne auf eigene Faust im Land selber. Doch diesmal hatten wir alle so ein Gefühl, dass es besser sei, die erste Nacht schon von der Schweiz aus zu buchen. Dies bestätigte sich dann auch ziemlich schnell, nach diesen Flügen und 5 fehlenden Koffern. Also schnappten wir uns ein Taxi zum Hotel.
Nach dem Bezug unserer “2 bedroom suite“, mit direktem Blick auf das Hangover 2 Hotel “Lebua“ in Bangkok hiess es erst einmal gute Nacht. Jetlag…

 

 

5.1.15 Wir entern die AIDAsol im Hafen von Leam Chabeang

Zauberhaft kommt Sie zum Vorschein, die wunderschöne AIDAsol, unser fahrendes Hotel für die nächsten 14 Tage. Tage, an denen wir gemütlich verschieden Städte Asiens bereisen werden. Allerdings muss ich einen ersten negativen Punkt erwähnen, denn der Hafen der mit Bangkok auf der Seite von der Schiffsgesellschaft beschrieben ist, liegt ca. 2 Taxistunden von der Stadt entfernt und somit eher in der Nähe von dem weltberüchtigten Pattaya.
Wenn man aber erst mal ganz unkompliziert eingecheckt hat und es sich auf dem Deck mit einem ersten Cocktail bequem macht, sind diese Sorgen ganz schnell vergessen. Meine Damen und Herren, willkommen auf dem lächelnden Schiff!

Generalalarm…Generalalarm…Generalalarm zur Übung, mit diesen Worten drücken wir uns leicht angetrunken in die Schwimmwesten und nehmen an der (obligatorischen) Seenotrettungs-Übung teil. Was danach an diesem Abend noch folgte, lasse ich hier aus. 🙂

 

 

6.1.15 Über Nacht nach Ko Samui

Pünktlich wie ein Schweizer Uhrwerk um 1900 ertönt das Nebelhorn und das Schiff verlässt den unendlich grossen Frachthafen von Leam Chabeang. Natürlich stehen auch wir ganz oben auf dem Schiff und geniessen den Blick in den weiten, dunklen Ozean der vor uns liegt. Wir nehmen Kurs auf die 3. grösste Insel von Thailand, die “Kokosinsel“ oder auch “Koh Samui“. Diesen Namen hat sich die Insel wortwörtlich verdient, denn schliesslich findet man darauf fast nur Palmen und Affen, die die Nüsse von Ihnen werfen. Nach einem ausgiebigen Nachtessen in einem der vielen Restaurants auf dem Schiff ziehen wir uns bei Zeiten in die Kabine zurück.

 

 

7.1.15 The Coconut island oder eben Koh Samui

Heute bin ich der erste, der die Kabine verlässt um aufs oberste Deck zu gehen. Eigentlich wollte ich bei einer Tasse Kaffee den Sonnenaufgang geniessen. Doch das Wetter spielte gegen mich, wie übrigens oft zu dieser Jahreszeit im Süden von Thailand. Bewölkt bei 30 Grad, Regen möglich. Wobei man bedenken muss, dass Regen bei diesem Klima sehr angenehm sein kann. Trotz des grauen Himmels stürzen wir uns in ein ***Tenderboot und düsen die letzten Meter Richtung Land.

Auf Koh Samui gibt es allerlei zu entdecken, die drittgrösste Insel Thailands hat aber auch seinen Hacken. Die Insel lebt vom Tourismus und so kann es gut möglich sein, dass man mehr Europäer als Thais antrifft. Wir machen uns auf den Weg zu einer der vielen Sehenswürdigkeiten, dem Big Buddha. (Übrigens lohnt es sich auf eigene Faust das Schiff zu verlassen, denn am Hafen warten viele, günstige und geldhungrige Taxifahrer.)
Nach einem kurzem Aufenthalt und einem kulinarischen Leckerbissen (siehe Video) machen wir uns auf den Weg zum belebtesten Strand auf der Insel “Chaweng Beach‘.‘ Hier gibt es alles, von Strandbaren, Wassersport, Massagen über gutes Essen bis hin zu einer ausgiebigen Shoppingmeile.

***Tenderboot
Es gibt Orte wo ein Schiff dieser Grösse keinen festen Hafenplatz hat und somit gezwungen ist, die Anker zu lichten. Mit einem “Tenderboot“ wird man dann kostenlos vom Schiff ans Land getendert.

 

 

Zu beachten auf Koh Samui

1. An heiligen Orten wie dem Big Buddha, sind Bauch- oder Schulterfrei Kleidung nicht erwünscht. Zudem ist zu beachten, dass vor jedem Tempel oder Buddha die Schuhe ausgezogen werden müssen. Deswegen empfiehlt es sich vielleicht geschlossene Schuhe mit Socken zu tragen, denn es besteht die Möglichkeit, dass die Böden extrem heiss oder auch schmutzig sind.

2. Auch auf Koh Samui sollten Sie mit den Preisen handeln, die meisten Verkäufer sind auch sehr sympathisch und handeln gerne.

3. Beleidigungen über die Königliche Monarchie oder auch Drogenkonsum werden sehr hart bestraft.

 

 

Empfehlenswertes auf Koh Samui

1. Besucht den Big Buddha, es ist sehr eindrücklich wie stark die Thais hinter Ihrem Glauben stehen.

2. Eine Thaimassage am Strand ist eine dieser Dinge, die Ihr in Eurem Leben gemacht haben solltet. Auch wenn die Massage schon etwas weh tun kann, ist es ein unvergessliches Erlebnis, unter den Palmen mit freiem Blick in den Golf von Thailand, massiert zu werden.
(übrigens empfiehlt es sich, eine Massage mit Öl zu buchen, denn die traditionelle Thaimassage ist ohne Öl und kann schon mal etwas weh tun)

3. Die Insel wurde einst Dank dem vielen Süsswasser besiedelt. Einen Sprung in dieses Wasser mitten in diesen tropischen Wäldern ist einfach herrlich. Besucht einen Wasserfall. Bei dem Besuch eines Wasserfalls solltet Ihr aber fit sein, denn man läuft zum Teil schon bis zu 2 Stunden. Das gute daran ist, es gibt dank der langen Laufzeit nicht so viele Touristen.

4. Was auch noch empfehlenswert ist, ist ein Ausflug in die Schlangen oder Affenfarm.
(Die Affen gehören zu den wichtigsten Arbeitern auf Koh Samui)

 

 

8.1.15 – 9.1.15 Die beiden Tage auf Hoher See

Als ich so gegen 0730 aus dem Schlaf gerüttelt wurde, fühlte ich mich schon etwas komisch, bin ich etwa Seekrank? Nach einer eiskalten Dusche taumelte ich auf das oberste Deck, es nahm mich Wunder wie es draussen so zu und her geht. Es fällt mir jetzt auch sehr schwer diesen Anblick in Worte zu fassen, nennen wir es mal stürmisch. Die Winde fegten mit über 9 Beaufort über unser Schiff hinweg (sehe Video 1). Als ich mich schliesslich bis aufs oberste Deck durchgekämpft hab, flog mir eine Liege entgegen, so stark waren diese unberechenbaren Böen. Schliesslich beschloss ich die Tour abzubrechen und setzte mich ans Frühstückbuffet. Die Frühstücksbuffets auf dem Schiff sind absolut in Ordnung, dennoch vermisse ich den frischen Orangensaft. 🙂

Jetzt fragen Sie sich bestimmt, was man denn an so einem windigen Seetag alles machen kann. Ich habe für Sie einige Sachen aus dem Bordprogramm raus-gepickt.

1. Für alle, die Pech in der Liebe haben und das Glück im Spiel suchen, aufgepasst das AIDA Casino kann süchtig machen. An allen Seetagen steht es für die Passagiere zur Verfügung und neben Black Jack, Roulette oder diesen einarmigen Banditen startet jeweils um 14:00 ein Pokerturnier “Texas Holdem No Limits“ mit einem Buy-in von 25 Euro.

2. Wenn Ihr jetzt aber eher auf ein sportliches Tagesprogramm steht, dann ab ins AIDA Fitness das 24 Stunden für Euch geöffnet hat. Oder Lust auf eine Runde Boccia, Dart, Tischtennis, Volleyball, Fussball, Basketball oder vielleicht sogar einen Tanzkurs?

3. Nun, ich persönlich hab es auch ganz gerne mal einfach ruhig und kann mich ohne Probleme in einer der vielen Baren und Lounges verweilen oder lasse es mir im Spa Bereich gut gehen. Wenn es mir dann doch zu langweilig wird gehe ich aufs Pooldeck oder nehme an einem Workshop teil. Wie wäre es mit einer Führung durch die Schiffsküche?

4. Weiteres wie: Karaoke, Bingo, 4D Kino, Wein Verkostung und Partys machen Ihre Ferien zu ganz speziellen.

 

10.1.15 Penang Die Unesco Insel in Malaysia

Gibt es so was, schon wieder stehe ich als einer der wenigen auf dem Sonnendeck um die Skyline von Penang zu bestaunen. Nach dem der Hafenlotse erfolgreich an Board gestiegen ist, haltet uns nichts mehr von der Hauptstadt Georgtown ab. Unser Kapitän und die örtliche Behörde geben uns pünktlich um 0800 Landfreigabe. Es steht ja wohl ausser Frage, dass auch wir unser Kameramaterial gepackt haben und das Schiff verlassen.

Kaum haben wir einen Fuss in das Hafengebäude gemacht, empfangen uns schon ganz viele, aufgestellte und geldriechende Taxifahrer. Nach einer kurzen Verhandlung und einem sehr fairen Deal haben wir unseren persönlichen Taxidriver. (sehe Video 2)
Mein Ziel hier in Penang ist es, eine einheimische Durian Frucht zu kosten. Durians zählen in Asien und auf der ganzen Welt zu einer der teuersten Früchte. Vielerorts sind sie wegen ihres sehr unangenehmen Dufts auch strengstens verboten. So ist es in den meisten Hotels, Flugzeugen oder Bussen nicht erlaubt diese Früchte zu lagern oder transportieren. Die Frucht hat alle 6 Monate Saison und wird in Asien pur oder auch in Form von einem Kuchen verputzt.

Nach einem schwimmenden chinesischen Dorf, einem Besuch im Museum und kurzem Abstecher in die Schmetterlingsfarm fühlen wir uns alle wie eine 3 Tagesfliege am 3 Tag. Jeder ist müde, bis auf den Chauffeur, er redet, redet, redet und redet….the most best… the most best…and, the most best!
Jetzt endlich nach gefühlten 3 Stunden hält er rechts an und lässt uns diese edle Frucht kosten, die übrigens genau jetzt Saison hat.
Der Wahnsinn, der absolute Wahnsinn, obwohl die Konsistenz der Frucht zu wünschen übrig lässt, der Geschmack ist für jedes Gourmetherz der absolute Gaumensex (sehe Video 2).
Nachdem wir unser Tagesziel erreicht haben machen wir uns zurück zum Hafen und noch bevor ich die Beifahrertür geöffnet habe, wird mir irgendwie komisch und es fängt an zu drehen. Während der Fahrt war ich ganz ruhig und hatte Angst, mir irgendwelche Drogen eingejubelt zu haben. Schliesslich lachte mich der Fahrer auf Mitte der Strecke an und fragte mich ob alles in Ordnung sei. Meine Antwort darauf war “Ich fühle mich angetrunken‘,‘ er lachte und erklärte uns, dass es normal sei, nach dieser Frucht ein bisschen benommen zu sein. Übrigens ist man nicht nur benommen, man hat übelsten Mundgeruch das einem die Augen tränen. Nach weiteren 40 Minuten sind wir am Hafen und der Mundgeruch nimmt langsam wieder ab, wir verabschieden uns und legen uns aufs Sonnendeck…

 

 

Zu beachten auf Penang

1. Die Währung hier und in ganz Malaysia sind Ringgit (1Franken = 3.5 – 4 Ringgit)

2. Es leben sehr viele verschiedene Kulturen in Malaysia und genau das macht dieses Land zu einem ganz speziellen. Dennoch sollte man sich an die Regeln halten und sich Ihnen ein wenig anpassen, vor allem an kulturellen oder heiligen Orten. Sei es in einer Moschee, einer Kirche oder in einem Tempel.

3. Auch in diesem Teil Asiens dürfen Sie ruhig mutig sein und mit den Händlern, wortwörtlich handeln.

 

 

Empfehlenswertes auf Penang

1. Man behauptet, dass es hier wunderschöne Strände gibt. Allerdings müssen Sie auf der Hut vor Quallen sein, denn diese, und das könnt Ihr mir glauben, vermiesen den Urlaub.

2. Einen Abstecher in die Schmetterlingsfarm ist für alle, die es gerne ein wenig tropisch und bunt haben bestimmt das Richtige. Leider war bei uns fast die ganze AIDA zur selben Zeit dort, dennoch war es beeindruckend wie viele verschiedene Schmetterlinge und andere Tiere dort leben.

3. Zeigt ein bisschen Mut und probiert eine dieser köstlichen Durians. Falls Ihr als Paar reist, empfehle ich, dass beide davon kosten. Es sei denn, Küssen ist nicht Eure Leidenschaft. 🙂
(Man bekommt unmittelbar nach den Verzehr extremen Mundgeruch)

11.1.15 Die Hauptstadt Malaysias oder auch KL

An dieser Stelle möchte ich Euch gerne die Louise vorstellen, eine sympathische Dame die sich in Kuala Lumpur besser auskennt als ich als Zürcher in Zürich. Sie ist es auch, die uns durch die kulinarischsten Orten auf dieser Reise geführt hat.
Es ist 0630 und heute stehen wir alle auf dem Sonnendeck um zu verfolgen, wie der Kapitän und die Crew das Schiff pünktlich am Hafen fest machen. Ja, sogar mein Bruder der um diese Zeit im Normalfall allerhöchsten für einen Toilettenbesuch das Bett verlassen würde, steht neben mir. Jetzt noch schnell frühstücken und dann nichts wie los. Schliesslich sind wir heute die allerersten die den Kahn um 0700 verlassen.
Auch der Hafen Port Klang vor Kuala Lumpur (KL) liegt leider nicht direkt zentral und so muss man eine ca. 1 stündige Autofahrt in Kauf nehmen oder es geht einem so gut wie uns und man wird mit einem Minibus am Hafen empfangen (egal wie, verdammt geht in diese Stadt).
Schon während der Fahrt ins Zentrum merken wir alle, wie aufgestellt und sympathisch unsere Begleitpersonen sind. Nach einer angenehmen Fahrt biegen wir ein, ein in die kulinarische Welt von KL. Der kleine, sehr gut besetzte Markt lässt unser Herz höher schlagen und als wir dann die ersten, von Louise ausgewählten Spezialitäten zu Mund bekommen, wird es still. Stille, das beste Zeichen der Zufriedenheit. Auch wenn ich Anfangs etwas schweissgebadet über die mobilen Küchen blickte und mir kurz mal in Erinnerung rief, was wir über Hygiene während der Kochausbildung gelernt haben! Doch dieses Essen nicht zu kosten, währe einer der Grössten Fehler, wenn Ihr jemals in Asien seid! Schweinehaut so zart und würzig wie ein Stück gesalzene Butter, oder diese verflucht guten Okras (Ladyfinger), selbst chinesisches Gebäck hat es in sich. (Impressionen im Video 3)

Was sich diese Einheimischen wohl denken, während wir uns mit der Kamera laufend durch den Markt drücken, fühlen wir uns etwas beobachtet, allerdings hatte ich nicht eine Sekunde bange um mein Kameramaterial oder meinen Geldbeutel, denn irgendwie sind die Menschen hier einfach glücklich und lächeln einem an.
Vollgefressen wie eine Japanische U-Bahn setzten wir die Reise fort, nächster Halt sind die wohl bekanntesten Türme Malaysias die Petronas Towers. Anschliessend noch etwas Kultur über die Gründung von KL und dann ist es soweit, meine Damen und Herren: ,,CHINA TOWN!“

 

Ab 1100 erwacht dieses Paradies für hungrige, Shoppingfanatiker oder einfach unternehmungslustige Menschen. Mit Lust nach etwas Süssem, zieht mich die Louise in den nächsten Stand. Hier habe ich etwas gekostet, dessen Geschmack ich heute noch im Mund spüre. Gesüsste und getrocknete Kokosnuss, woooooooow! Doch die Hitze nimmt mit jeder Sekunde etwas zu und unter dieser Glaskonstruktion braucht es nicht mehr viel und man könnte Spiegeleier auf einem Glatzköpfigen Menschen braten.
Nach Durst schreiend und etwas überhitzt setzten wir uns in den Bus und wie auf Knopfdruck schlafen wir, bis auf die Fahrerin, alle ein.
Das plötzliche Anhalten, reisst mich aus den Träumen und mein Durst ist wieder zurückgekehrt.
Moment die Zeit, um 1800 verlässt das Schiff den Hafen! Nach einem kurzen Aussetzer der Herzklappe und Kontrolle auf die Uhr nehmen wir erleichtert Platz, Platz an einem von vielen runden Tischen, besetzt mit Chinesen, Thais und Indern. So viele Kulturen an einem Ort, das muss einfach etwas hammermässig Gutes geben hier!

Chodi heisst dieses alkoholische Getränk, das von der Kokosblüte kommt. Pur schmeckt es wie “Katzenpisse“, doch zusammen mit etwas Guiness ist es der absolute Knaller. Hier sitzen wir also, essen wie Götter und trinken ein Glas Kokoswein nach dem anderen. Hier könnte ich ganze Tage verbringen, diese Ruhe, das gute Essen und die Atmosphäre mit all den verschiedenen Kulturen machen den Platz hier zu einem meiner Lieblingsplätze auf dieser Reise.
Es war ein anstrengender Tag und eines steht fest, man kann KL nicht in einem Tag gesehen haben. Leider müssen wir um 1700 im Hafen von Port Klang Abschied nehmen und pünktlich um 1800 ertönt das schrecklich laute Nebelhorn und unser Schiff setzt die Reise nach Singapur fort.

 

Zu beachten in KL

1. Man muss auch in diesem Hafen beachten, dass das Zentrum 1 Fahrstunde vom Hafen entfernt liegt. Taxis stehen zur Verfügung.

2. Die linke Hand gilt als die schmutzige, deshalb nie mit der linken Hand Personen berühren oder umarmen.

3. Es ist höchst unhöflich, mit dem Zeigefinger auf Menschen oder Produkte zu zeigen! Deswegen wird hier, wie auch im Grössten Teil Asiens mit dem Daumen gezeigt.

4. Lassen Sie die Finger von den Drogen!

5. Das China Town öffnet erst so gegen 11 am.

 

 

Empfehlenswertes in KL

1. Probiert diesen einheimischen Kokoswein, aber Vorsicht er hat es in sich!

2. Ein Sparziergang in den Petronas Towers ist bestimmt auch sehr interessant.
(Liess unser Zeitplan leider nicht zu, haben aber gutes gehört)

3. Chinatown gibt es ja praktisch in jeder grösseren Stadt, dieses hier gefällt mir aber besonders gut. So viele verschiedene Nationalitäten mit verschiedenen Glauben, die so gut miteinander auskommen.
12.1.15 – 13.1.15 Die sauberste Stadt der Welt “Singapur“

Heute werde ich von den Pistolen geweckt, die die ***Taue ans Land schiessen. Wir sind in Singapur und ich bin aufgeregt wie ein kleines Kind. Man merkt es schon beim Verlassen des Schiffes, die Regierung von Singapur möchte wissen wer und was rein oder raus geht und so müssen wir alle wie am Flughafen durch den Zoll und einen Sicherheitscheck.
Bevor man bequem mit der U-Bahn ins Zentrum der Stadt fahren kann, muss man erst mal die Richtige Währung haben. Die sogenannten Singapur Dollar sind am Hafen ohne Probleme erhältlich, sei es an einem ATM oder am Wechselschalter. Ein Schweizer Franken entspricht ca. 1.30 Singapur Dollar. Leider, das muss ich sagen, ist die Stimmung heute etwas gedrückt und als wir planlos einfach mal ins Stadtinnere fahren, stellt sich die Frage was wir überhaupt machen. Nach einer 10 Minütigen Fahrt und 30 Minuten in der Hitze von Singapur, steuert die Stimmung auf den Nullpunkt zu und so haben wir uns entschieden in einen dieser Touristenbusse zu sitzen. Wenn ich ehrlich bin, absolut nicht mein Ding aber es war die beste Entscheidung und ich muss sagen, wenn man das erste Mal in Singapur ist, lohnt es sich die 35 Dollar für ein Tagesticket zu bezahlen, um sich die Stadt mit der gewünschten Landessprache erklären zu lassen.
So fahren wir also die ganze Stadt ab und glaubt mir, eine Stadt wie Singapur muss man gesehen haben. All diese prächtigen Hochhäuser und Bauten sind der absolute Wahnsinn. Das wohl bekannteste Gebäude ist der Marina Bay Tower, ein nachgebautes Schiff auf drei Türmen und das Ganze in atemberaubender Höhe.
Kulinarisch vollgefressen vom Vortag, möchte ich heute eine kleine Pause einlegen. Aber auch hier in Singapur gibt es ganz viele Köstlichkeiten. Das Leben in Singapur ist ungefähr gleich teuer wie in der Schweiz und Singapur lebt vom Tourismus, denn jährlich kommen 4 Mal so viele Touristen, wie es Einwohner hat.
Was mir sofort aufgefallen ist, ist dass der Verkehr sehr flüssig läuft und ein wenig später habe ich darauf eine Antwort bekommen (sehe Video 4).

***Taue sind die Seile, mit denen man das Schiff am Hafen fest bindet.

 

 

Zu beachten in Singapur
Liebe Leser, hier gibt es einiges zu beachten.

1. Wagt es nicht auf den Boden zu spucken oder gar einen Zigarettenstummel dort zu erdrücken. Sie werden teuer bestraft.

2. In vielen Gebäuden ist es untersagt, zu Essen oder Trinken, haltet Euch daran.

3. Drogen sind auch hier ein ABSOLUTES Tabu und können mit dem Tod bestraft werden.

4. Singapur ist im Verhältnis zu anderen Asiatischen Ländern sehr teuer.

 

 

13.1.15 – 16.1.15 Unterwegs nach Vietnam

Wie erholend, ich sitze in meiner Lieblingslounge und starre in die Weiten der Meere. Die See ist ruhig, die Stimmung gelassen und das Essensangebot top. Wenn man bedenkt, dass es auf diesem Schiff den ganzen Tag zu futtern gibt und dies nicht nur für 50 Passagiere, dann ist es an der Zei,t ein grosses Lob an die gesamte Logistik und Küche zu geben. Klar, die Schnitzel sind teilweise etwas trocken und es kommt auch vor, dass die weich gekochten Eier mit der Zeit eben hart gekocht sind. Wenn Ihr aber auf Feinstes a la carte steht, dann reserviert doch einfach einen Tisch im Rossini oder lasst es Euch beim Sushi schmecken. Verhungern muss hier niemand, denn es gibt für jeden Geschmack zu jeder Zeit etwas zu essen.

Es ist der zweite Seetag nach Vietnam und als ich heute mit Sonnenbrille und Badetuch das Pooldeck erreichte und die Sonne schon wieder nicht zu sehen war, stieg die Angst, weiss nach Hause zu reisen immer mehr. Ein wenig genervt lege ich mich im Theatrium hin und verfolge das Training von den Showtänzern, bis ich einschlafe.
20 Minuten später werde ich von einer Stimme geweckt, die Stimme von Frank Wilde. Ihr kennt Frank Wilde nicht? Kein Ding, ich kannte ihn bis zu jenem Tag auch nicht. Frank Wilde ist ein in Deutschland bekannt gewordener Motivationscoach und glauben Sie mir, ich halte wenig von solchen Menschen aber er hat, da bin ich mir fast sicher, mein Leben ein wenig verändert. Es lohnt sich nicht auf dieses Thema gross einzugehen, am besten Ihr hört Euch eine Vorlesung von ihm an oder kauft das Buch (Ihr glaubt mir ja eh kein Wort:) ). Plötzlich war ich froh, dass das Wetter nicht mitspielte, denn sonst hätte ich seinen Vortrag verpasst.

 

 

16.1.15 Vietnam

,,Xin Chao!“ heisst die Begrüssung in Vietnam und als ich am Morgen über dieses endlose Vietnam blicke, bleibt mir der Atem kurz stehen. Diese unberührte Landschaft ist einfach zauberhaft. Als ich wenig später erfahre, dass auch dieser Hafen über eine Stunde vom Zentrum entfernt ist, habe ich mich entschlossen den Tag auf dem Schiff zu geniessen und mich in dem herrlichen Wetter etwas zu bräunen. Vietnam an einem Tag zu entdecken, das hört sich für mich zu stressig an, ich werde mir das für eine weitere Reise aufheben. Irgendwie habe ich so ein Gefühl, dass sich das Land langsam aber sicher vom Krieg erholt hat und so für den Tourismus immer beliebter wird.
Also Liebe Leser, wenn Ihr schon mal in Vietnam wart, dann schreibt mich doch an und gebt mir Informationen :), oder Ihr schreibt einfach einen Kommentar ob sich eine Reise nach Vietnam lohnt.

 

 

19.1.15 Zurück in der Stadt der Engel “Bangkok“

Als unser Bus das Hafengelände von Bangkok verlässt, blicke ich nochmals zum Schiff zurück und denke vor mich hin. Eines steht fest, ich werde wieder kommen aber nicht in Asien. Asien ist einfach auf eigene Faust am schönsten, trotzdem haben wir zwei wunderschöne Wochen hinter uns und sind froh, gesund und munter die letzten drei Tage Bangkok zu geniessen. Über Bangkok, das ist Euch vielleicht schon aufgefallen, habe ich kaum Videomaterial. Vielleicht liegt es daran, dass ich die Stadt so gut kenne und ich die Kamera nicht für nötig halte oder es liegt daran, dass Ihr Euren Hintern selbst dort hin bewegt und Euch ein Bild macht! Denn glaubt mi,r es hat mehr zu bieten als diese Vorurteile mit den Frauen (obwohl auch das zu sehen ist). Für mich ist und bleibt Bangkok meine Lieblingsstadt dieser Welt, einerseits weil hier immer etwas los ist, das Essen einfach sensationell schmeckt und andererseits weil die Menschen hier einfach glücklich sind. Es gibt gigantische Einkaufsparadiese und exklusive Hotels zu noch exklusiveren Preisen.
Wo ein Anfang ist, ist meistens auch ein Ende und so auch bei unserer Reise. Klar könnte ich noch stundenlang über Bangkok erzählen, über das Essen, die Märkte, die Hotels, die Baren, die Clubs, die Einkaufszentrums oder das Zugnetz, wenn Ihr noch Fragen habt dann schreibt mir doch eine E-Mail. Durch meine unzähligen Reisen nach Thailand und Verwandtschaft in Bangkok, kann ich Euch bestimmt weiterhelfen.

Bevor ich aber in den Flieger einsteige, verrate ich Euch den idealen Ausgangstipp für Bangkok

15:00! Noch bevor der Abend startet, lassen wir uns bei einer Massage verwöhnen. Eine klassische Öl Massage gibt es in Thailand für wenige Franken. Natürlich lassen wir uns gleich noch für eine Pedicure, Manicure und Fussmassage überreden. (15 – 20 Franken)

18:30! Schick angezogen und mit geschlossenen Schuhen startet der Abend in einem der besten indischen Restaurants auf der ganzen Welt, im “Face“! Es ist ein Ort in Bangkok, der wie eine eigene Welt wirkt, eine Oase in mitten der 8Mio Grossen Metropole. (40 – 60 Franken)

20:00! Nach einem himmlischen Essen geht die Reise in einem vom Restaurant bestellten Taxi weiter Richtung “Centara World“ oder “Lebua Tower“ in eine der besten Skybars von Bangkok. Hier, in luftiger Höhe, ist man wortwörtlich im Himmel. (15 – 20 Franken)

21:30! Es wird Zeit das Tanzbein zu schwingen! In Bangkok gibt es bei weitem mehr als “Tabledance“ Baren. Wir gehen in den Club “Levels“, der eher zur oberen Preisklasse gehört und einheimisches wie internationales Publikum hat (naja hier kann’s teuer werden) :).

03:00! Gute Nacht und danke fürs lesen…

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